Das Wichtigste in Kürze An die Adresse, die du prüfst, wird keine E-Mail gesendet. Enrow vergewissert sich, dass sie richtig geschrieben ist und dass ihre Domain E-Mails empfangen kann. Danach prüft Enrow, ob das Postfach existiert, zum Beispiel indem es beim Mailserver des Unternehmens nachfragt, ob er E-Mails für diese Adresse annehmen würde. Dieser Austausch endet, bevor überhaupt eine Nachricht verschickt wird. Bei der Person kommt also nichts an. Manche Domains nehmen E-Mails für jede Adresse an, ob es sie gibt oder nicht. Bei diesen Catch-all-Domains passt Enrow seine Methode an und gibt dir trotzdem eine klare Antwort:
- Gültig Enrow konnte bestätigen, dass die Adresse E-Mails empfangen kann.
- Ungültig Enrow konnte die Adresse nicht bestätigen, deshalb raten wir davon ab, sie anzuschreiben.
Wenn du eine Adresse in den kostenlosen Verifier von Enrow eingibst, ist die Antwort meist nach wenigen Sekunden da. Was in diesen Sekunden passiert, erklären wir hier in einfachen Worten. Der kostenlose Verifier führt dieselbe Prüfung durch wie die Enrow-App und die API, die folgenden Schritte gelten also für alle drei.
Das ist übrigens nicht dasselbe wie der Link „E-Mail-Adresse bestätigen“, den dir eine Website schickt, wenn du ein Konto anlegst. Hier muss niemand etwas anklicken: Enrow prüft die Adresse von außen.
Wie die E-Mail-Verifizierung abläuft, Schritt für Schritt
Während du wartest, blendet der Verifier nacheinander vier kurze Statusmeldungen ein. Im Folgenden findest du sie der Reihe nach, jeweils mit dem, was dahintersteckt.
1. Syntax und Domain werden geprüft
Alles beginnt mit der Adresse selbst. Enrow entfernt überflüssige Leerzeichen und prüft, ob die Adresse korrekt geschrieben ist. Wenn nicht, endet die Prüfung an dieser Stelle, noch bevor ein Server kontaktiert wird.
Danach ist die Domain an der Reihe, also der Teil nach dem @. Eine Domain, die für E-Mails eingerichtet ist, veröffentlicht normalerweise MX-Einträge: öffentliche Angaben dazu, welche Server ihre E-Mails empfangen. Wenn eine Domain keine MX-Einträge hat, wenn sie angibt, keine E-Mails anzunehmen, oder wenn es sie gar nicht gibt, geht Enrow davon aus, dass sie keine E-Mails empfangen kann. Die Adresse kommt dann als ungültig zurück. Auch Adressen auf bekannten Wegwerf-Domains gelten als unbrauchbar. Solche Domains bieten Postfächer auf Zeit an, die manche für eine einmalige Anmeldung nutzen.
Im kostenlosen Verifier bekommst du bei einer falsch geschriebenen Adresse oder bei einer Domain, die keine E-Mails empfangen kann, kein Ergebnis, sondern einen kurzen Hinweis. So kannst du deine Eingabe gleich korrigieren.
2. Verbindung zum Mailserver
Um herauszufinden, ob das Postfach existiert, führt Enrow unter anderem ein kurzes Gespräch mit dem Mailserver der Domain. Das Gespräch beginnt wie jede E-Mail-Zustellung, bricht aber früh ab. Die Prüfung baut eine Verbindung zu dem Server auf, der die E-Mails der Domain empfängt, und nennt ihm die Adresse als Empfänger. Der Server antwortet darauf entweder, dass er E-Mails für diese Adresse annehmen würde, dass er sie ablehnen würde oder dass Enrow es später noch einmal versuchen soll. Enrow liest diese Antwort und beendet das Gespräch, bevor auch nur eine Zeile einer Nachricht geschrieben ist.
Das ist ein wenig so, als würdest du bei der Poststelle eines Bürogebäudes nachfragen, ob sie einen Brief für einen bestimmten Namen annehmen würde, und dann wieder gehen, ohne etwas abzugeben.
3. Catch-all-Prüfung läuft
Manche Domains sind so eingerichtet, dass sie E-Mails für jede beliebige Adresse annehmen, ob es das Postfach gibt oder nicht. Man spricht von Catch-all- oder Accept-all-Domains. Ihr Server sagt zu jedem Namen Ja. Diese Antwort allein beweist deshalb nicht, dass hinter der Adresse eine bestimmte Person steht.
Eine Catch-all-Domain verrät sich selbst: Ihr Server nimmt sogar eine Adresse an, die es dort gar nicht geben kann, und auch bei dieser Kontrolle wird nichts verschickt.
Sobald feststeht, dass eine Domain alles annimmt, verlässt sich Enrow nicht mehr auf das Ja ihres Servers und geht zu gründlicheren Prüfungen über. Du bekommst trotzdem eine klare Antwort, „gültig“ oder „ungültig“, und nie ein „vielleicht“. Die Catch-all-Prüfung ist bei jeder Verifizierung ohne Aufpreis inbegriffen. Wenn du tiefer einsteigen möchtest, erklärt dir Thomas Lucy in seinem Artikel über Catch-all-Adressen (auf Englisch), warum sich diese Domains so schwer prüfen lassen.
4. Postfach wird bestätigt
Zum Schluss führt Enrow diese Signale zusammen und fällt sein Urteil. Lässt sich ein Mailserver mit der Antwort Zeit, kann das etwas länger dauern.
Gültig oder ungültig: was dein Ergebnis bedeutet
Enrow kennt zwei Antworten, und jede sagt dir, was als Nächstes zu tun ist.
| Ergebnis | Was es bedeutet | Solltest du die Adresse anschreiben? |
|---|---|---|
| Gültig | Enrow konnte bestätigen, dass die Adresse E-Mails empfangen kann | Ja |
| Ungültig | Enrow konnte nicht bestätigen, dass die Adresse E-Mails empfangen kann | Nein, wir raten davon ab |
Manche Tools liefern noch weitere Antworten, etwa „riskant“ oder „unbekannt“, und überlassen dir die Entscheidung. Enrow beschränkt sich auf zwei, damit du bei jeder Adresse weißt, was zu tun ist.
„Ungültig“ heißt nicht immer, dass es das Postfach nicht gibt. Es heißt, dass Enrow die Adresse nicht bestätigen konnte: Sie ist falsch geschrieben oder eine Wegwerfadresse, ihre Domain empfängt keine E-Mails, der Server hat sie abgelehnt oder es war keine verlässliche Antwort zu bekommen. Unser Rat ist in jedem Fall derselbe: Am besten sendest du nichts an diese Adresse.
Warum lässt sich eine Adresse manchmal nicht bestätigen? Weil sich nicht alle Mailserver gleich verhalten. Manche antworten langsam, und manche sind so eingestellt, dass sie nie verraten, ob ein Postfach existiert.
Auch ein gültiges Ergebnis hat ein paar Einschränkungen:
- Es beschreibt die Adresse zum Zeitpunkt der Prüfung. Eine Adresse, die heute funktioniert, kann ungültig werden, wenn die Person dahinter das Unternehmen verlässt. Liegt eine Liste schon eine Weile herum, prüfst du sie deshalb am besten vor der nächsten Kampagne noch einmal. Was Bounces einen Absender kosten, erklärt unser Artikel zur Bounce-Rate bei E-Mails.
- Es bedeutet, dass die Adresse E-Mails empfangen kann. Dass jemand sie liest, beweist es nicht: Eine Sammeladresse wie kontakt@ kann gültig sein, ohne dass eine bestimmte Person dahintersteht. Ebenso wenig beweist es, dass deine Nachricht im eigentlichen Posteingang landet. Das hängt auch davon ab, wie du versendest und was du schreibst.
- Es macht einen Bounce unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Die Antwort eines Mailservers während einer Prüfung ist ein starkes Signal, keine Zustellbestätigung.
Um eine ganze Liste zu prüfen, kannst du sie in den Email Verifier hochladen: Er wendet dieselbe Prüfung auf jede Zeile an. Wie du die Datei vorbereitest, erklärt unser Leitfaden zur E-Mail-Verifizierung in Masse.
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Was Enrow niemals tut
Unter dem Feld für die E-Mail-Adresse steht: „An diese Adresse wird keine E-Mail gesendet.“ Dieser Satz ist eine Zusage. Konkret bedeutet das:
- Enrow schickt nie eine Nachricht an die Adresse, die du prüfst. Das Gespräch mit dem Mailserver endet, bevor überhaupt eine Nachricht verschickt wird, und der Catch-all-Test läuft genauso ab.
- Enrow schickt der Person nichts. Keine E-Mail zum Öffnen, kein Link zum Anklicken, nichts zu beantworten. Allenfalls kommt kurz eine technische Verbindung zustande, die wieder geschlossen wird, ohne dass etwas zugestellt wird.
- Dasselbe gilt für die Adressen, die Enrow findet. Wenn der Email Finder eine gefundene Adresse prüft, bekommt ebenfalls niemand eine E-Mail.
Falls du wissen möchtest, was bei einer Prüfung gespeichert wird und wie lange, steht das in unserer Datenschutzerklärung.

