
Hinter einem Feld namens „Telefon“ kann jede der vier Nummern stecken, und bei zweien landest du im Vorzimmer.
Das Wichtigste in Kürze Eine Durchwahl ist eine Rufnummer, die der Anbieter auf genau einen Apparat legt. Du wählst, das Telefon dieser Person klingelt, niemand fängt den Anruf ab. Die Zentrale dagegen ist der Haupteingang der Firma und verhält sich völlig anders. Zentrale, Nebenstelle, Durchwahl, Handynummer: vier völlig verschiedene Dinge, die sich eine einzige Spalte teilen. Welche davon ein Anbieter verkauft hat, schreibt er selten dazu, und daran hängt, ob dein Vertriebler einen Menschen ans Telefon bekommt. Ein einheitliches Recht für den B2B-Anruf gibt es nicht. Deutschland verlangt nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG für Werbeanrufe mindestens eine mutmaßliche Einwilligung, ausdrücklich auch bei Geschäftskunden. Großbritannien setzt auf Opt-out, dafür ist der Abgleich mit dem CTPS-Register Pflicht. Frankreich hat am 11. August 2026 auf eine Einwilligungspflicht umgestellt, allerdings nur für Verbraucher. In den USA ist der Anruf von Firma zu Firma nach 16 CFR 310.6(b)(7) vom Do-Not-Call-Regime ausgenommen. Enrow bucht 40 Credits für eine Telefonnummer ab und nichts, wenn die Suche leer ausgeht. Eine gültige Nummer kostet damit im Pro-Tarif rund 0,30 €. Gibst du hundert LinkedIn-Kontakte ein, findet Enrow für 92 davon eine Handynummer. Das ist unsere eigene, intern erhobene Messung, und sie gilt für dieses Ausgangsmaterial und kein anderes. Lusha bucht 10 Credits ab, sobald eine Nummer angezeigt wird, ob sie funktioniert oder tot ist, und kommt im mittleren Monatstarif auf etwa 1,17 $ pro Nummer. Lusha weist nur Dollarpreise aus. Dieser Artikel behandelt B2B-Outbound, nicht die Rückwärtssuche.
Eine Durchwahl ist eine Telefonnummer, die bei einer bestimmten Person klingelt. Nicht bei der Firma. Kein Sprachmenü. Keine Assistenz, die fragt, worum es geht.
Mehr ist die Definition nicht, und daran scheitern die meisten B2B-Telefondaten. Ein Feld mit der Beschriftung „Telefon“ verrät nichts darüber, welche der vier Nummernarten darin steht. Eine erreicht deinen Kontakt. Bei zweien landest du im Vorzimmer. Die vierte war 2021 das Handy von jemandem und gehört heute einem Fremden.
Eine Abgrenzung vorab, die für den ganzen Artikel gilt: Hier geht es um B2B-Outbound, nicht um die Rückwärtssuche, also nicht um das „Wer hat mich da gerade angerufen?“ von Das Örtliche oder Truecaller. Enrow hat kein Produkt für die Rückwärtssuche und wird auch keines entwickeln.
Zentrale, Nebenstelle, Durchwahl, Handynummer
| Typ | Was passiert, wenn du sie wählst | Wo sie auftaucht |
|---|---|---|
| Zentrale (Hauptnummer) | Ein Sprachmenü oder die Telefonzentrale nimmt ab, und du musst dein Anliegen erklären, bevor überhaupt etwas passiert. | Steht auf der Firmenwebsite, lässt sich also mühelos abgreifen und füllt die „Telefon“-Felder billiger Datenbanken. |
| Nebenstelle | Drei oder vier Ziffern, die nur innerhalb des firmeneigenen Rufnummernplans etwas bedeuten. Von außen gehst du trotzdem über die Hauptnummer. | Verzeichnisse, alte CRM-Datensätze, Konferenzprogramme. |
| Durchwahl (DID, in Europa auch DDI) | Eine vollständige externe Rufnummer, direkt auf einen Apparat geroutet. Kein Menü, kein Filter. | Das, was ein Anbieter von Telefondaten eigentlich verkaufen sollte. |
| Handynummer | Klingelt bei der Person, wo immer sie steckt, auch im ICE. | Signaturen, LinkedIn, alte Deals, Telefondatenanbieter. Am nützlichsten und rechtlich am heikelsten. |
Dazu kommt ein Problem, das es nur im Deutschen gibt. „Durchwahl“ bezeichnet im Büroalltag zweierlei, mal die vollständige Rufnummer, mal nur die letzten Ziffern, die man der Zentrale nennt. Es ist dieselbe Unschärfe wie im CRM-Feld, nur schon im Sprachgebrauch. In diesem Artikel meint „Durchwahl“ immer die vollständige, von außen wählbare Nummer.
Welcher Anbieter welche Nummernart verkauft, steht fast nirgends dabei. Suchst du nach Telefonnummern für den Vertrieb, landest du in zwei Märkten, die nichts miteinander zu tun haben: Anbieter, die dir eine Nummer verkaufen, von der aus du anrufst, und Anbieter, die dir Nummern verkaufen, die du anrufst.
Die Handynummer ist ein Fall für sich: der schnellste Weg zu einem Menschen, aber auch der mit den strengsten Pflichten, weil eine private Handynummer nach der DSGVO eindeutig ein personenbezogenes Datum ist, eine Zentrale dagegen oft nicht. B2B-Handynummern lohnen sich. Mal eben nebenbei besorgt man sie sich trotzdem nicht.
Wie eine Durchwahl technisch funktioniert

Weil eine Durchwahl nur ein Routing-Eintrag ist, klingelt sie weiter, lange nachdem die Person gegangen ist.
Zwei Minuten Technik, weil sich daraus ein Fehler erklärt, vor dem dich niemand warnt.
Der Telefonanbieter schaltet dem Kunden Bündelleitungen auf die Telefonanlage und weist ihm einen Rufnummernblock zu. Wählst du eine dieser Nummern, werden die Ziffern an die Anlage übergeben, oft nur als Teilstück, etwa die letzten vier, und die Anlage leitet den Anruf an einen Apparat weiter. Der Wikipedia-Eintrag zu Direct Inward Dialing hält den entscheidenden Punkt fest: Der Dienst bedient viele eingehende Rufnummern und braucht dafür deutlich weniger physische Leitungen, als DID-Nummern vergeben sind.
Eine Durchwahl ist also ein Routing-Eintrag, keine Leitung. Billig zu vergeben, billig neu zu vergeben.
Deshalb veralten gespeicherte Telefondaten so unbemerkt. Verlässt ein Vertriebler die Firma, stirbt seine Durchwahl nicht, sondern wird auf die Nachfolge umgeleitet oder bleibt ungenutzt geschaltet. Die Nummer klingelt weiter. Jemand hebt weiter ab. Der Datensatz sieht tadellos aus, bis dein SDR nach jemandem fragt, der seit zwei Jahren nicht mehr im Haus ist. Eine veraltete E-Mail-Adresse kommt wenigstens anständig als Bounce zurück.
Die Connect-Rate und warum die Beschriftung darüber entscheidet
Bei einer Zentrale sitzt zwischen deinem Vertriebler und deinem Kontakt ein Mensch, zu dessen Aufgaben es gehört, Anrufe nicht durchzustellen. Eine Durchwahl umgeht ihn. Über die Mechanik streitet niemand.
Über die Zahlen, die daran hängen, schon. ZoomInfo behauptet in seinem eBook, SDRs erreichten mit einer Durchwahl auf VP-Ebene „147 % häufiger“ jemanden, und rechnet für gewöhnliche Firmenanschlüsse mit 8 bis 18 Wählversuchen pro Kontakt. Cognism übernimmt die 147 % und nennt für Handynummern zusätzlich den Faktor 3, als Quelle dient der eigene Report State of Cold Calling 2026. Veröffentlicht hat das jeweils eine Firma, die Telefondaten verkauft, und keine dieser Zahlen nennt Stichprobengröße oder Methode. Bessere Zahlen habe ich nicht, aber ich wäre vorsichtig bei jedem, der so etwas als Tatsache zitiert.
Ehrlich zählen kann ein Anbieter nur seine eigene Seite der Leitung: wie viele Nummern er für eine Liste findet, die man ihm gibt. Hier ist unsere Zahl, diesmal mit Angaben zur Methode. Gibst du Enrow hundert Kontakte aus LinkedIn, findet es für 92 davon eine Handynummer, gemittelt über die Listen, die wir intern getestet haben. Mehr als eine Abdeckungszahl ist das aber nicht. Von außen geprüft hat sie niemand, und eine Connect-Rate ist sie schon gar nicht.
Das Ausgangsmaterial entscheidet viel mit, deshalb gehört es in den Satz selbst und nicht in eine Fußnote. Hier waren es LinkedIn-Profile. Nur Name und Firma ohne weiteren Kontext sind dünneres Material und liefern ein dünneres Ergebnis, weshalb eine Abdeckungsquote ohne Angabe ihres Ausgangsmaterials fast nichts wert ist. Und 92 Nummern sind noch keine 92 Gespräche. Was nach dem Wählen passiert, hängt von deinem Markt und deinen Leuten ab.
Prüf es an deiner eigenen Liste, statt mir zu glauben. Ein Gratis-Konto bekommt jeden Monat 50 neue Credits, ohne Kreditkarte, und bei 40 Credits pro Nummer reicht das für genau eine Nummer. Damit siehst du das Format, aber noch nicht die Abdeckung. 25 Nummern kosten im Start-Tarif 15 €. Günstig genug für die Spesenabrechnung, groß genug für eine aussagekräftige Antwort.
Die Connect-Rate selbst ist schnell erklärt. Sie misst den Anteil der Wählversuche, aus denen ein echtes Gespräch mit der gesuchten Person wird, das ein paar Sekunden über das Hallo hinausgeht. Keine Mailbox, kein Vorzimmer. Aufgebläht wird sie, wenn Teams jeden angenommenen Anruf mitzählen oder wenn die Zentrale, die abhebt, als Kontakt durchgeht.
Deine eigene Connect-Rate zu messen, dauert zwei Wochen. Beschrifte vor dem ersten Anruf jede Nummer im CRM mit ihrem Typ, führe 200 Wählversuche durch und schlüssele die Quote nach Typ auf. Danach weißt du, was deine Daten auf deinem Markt taugen, und das sagt dir kein Anbieter-Benchmark.
Wie ein Vertriebsteam an Durchwahlnummern kommt
Vier Wege, und sie taugen nicht gleich viel. Die Person gibt dir die Nummer selbst, in der Signatur oder auf der Visitenkarte: beste Qualität, kleinstes Volumen. Oder dein CRM kennt sie längst aus einem alten Deal; dann lohnt es sich, den Bestand sauber anzureichern, bevor du irgendetwas Neues kaufst. Ein Anbieter sucht und verifiziert die Nummer in dem Moment, in dem du sie anfragst. Oder du kaufst eine Liste.
Der letzte Weg macht Ärger. Suchst du nach B2B-Handynummern, ist die Trefferliste voller Adresshändler. Eine gekaufte Liste ist die Momentaufnahme eines Stichtags, verkauft an jeden, der fragt, ohne Nachweis, woher die einzelne Zeile stammt. Das wiegt schwerer, als Käufer denken, denn genau darauf kommt es im rechtlichen Teil gleich an.
Der rechtliche Teil mit Fundstellen

Die ePrivacy-Richtlinie hat Geschäftskunden den nationalen Gesetzgebern überlassen, also lies vor dem Anruf die Vorschrift des jeweiligen Landes.
Jeder Artikel, der zu diesem Thema bei Google weit oben steht, hat seinen Compliance-Absatz. Kein einziger nennt eine Fundstelle. Hier sind die Vorschriften, die B2B-Telefondaten tatsächlich regeln.
Am Anfang steht die Rechtsgrundlage. Auf Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO stützt sich jeder seriöse Telefondatenanbieter. Die Verarbeitung ist rechtmäßig, wenn sie „zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich“ ist, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte der betroffenen Person überwiegen. Eine Abwägung also, kein Freibrief.
Dann kommt die Pflicht, die niemand einplant. Art. 14 DSGVO greift immer dann, wenn die Daten nicht bei der Person selbst erhoben wurden, und das trifft auf jede zugekaufte Telefonliste zu. Der Verantwortliche muss die betroffene Person informieren, und Abs. 3 lit. a setzt die Frist: „innerhalb einer angemessenen Frist nach Erlangung der personenbezogenen Daten, längstens jedoch innerhalb eines Monats“. Art. 14 Abs. 5 lit. b befreit dich davon, wenn sich die Information „als unmöglich erweist oder einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordern würde“, und diese Ausnahme ist enger, als die Branche sie behandelt.
Eine Vorschrift setzt die ganze Abwägung außer Kraft. Art. 21 Abs. 3 DSGVO: „Widerspricht die betroffene Person der Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung, so werden die personenbezogenen Daten nicht mehr für diese Zwecke verarbeitet.“ Hier wird nichts abgewogen, keine Interessen werden verglichen.
Warum Europa ein Flickenteppich ist
Weil eine Richtlinie von 2002 es so wollte. Die ePrivacy-Richtlinie hält in Art. 13 Abs. 5 fest, dass die Absätze 1 und 3 für Teilnehmer gelten, die natürliche Personen sind, und verpflichtet die Mitgliedstaaten darüber hinaus lediglich dazu, die berechtigten Interessen aller anderen Teilnehmer vor unerbetenen Nachrichten ausreichend zu schützen.
Die Regeln für Geschäftskunden blieben damit den nationalen Gesetzgebern überlassen, und gut zwanzig Parlamente haben unterschiedlich entschieden. Wer dir erzählt, B2B-Anrufe liefen in der EU nach dem Opt-out-Prinzip, kennt nur die Regeln eines einzigen Landes.
Deutschland ist der Gegenbeweis, und dieser Absatz ist für dich vermutlich der wichtigste im ganzen Artikel. § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG erklärt Telefonwerbung gegenüber einem Verbraucher ohne dessen „vorherige ausdrückliche Einwilligung“ zur unzumutbaren Belästigung, und gegenüber jedem sonstigen Marktteilnehmer, also auch gegenüber Unternehmen, ohne dessen „zumindest mutmaßliche Einwilligung“.
Praktisch verschiebt das die Frage. In Großbritannien lautet sie: Steht die Nummer auf einer Liste? In Deutschland lautet sie: Lässt sich begründen, dass dieses Unternehmen einen Anruf zu diesem Angebot erwartet? Ein Abgleich mit einem Register ersetzt diese Begründung nicht, zumal es ein solches Register hier gar nicht gibt. Eine deutsche Firma über eine Durchwahl anzurufen, ist etwas ganz anderes, als eine britische anzurufen.
Frankreich hat 18 Tage vor Erscheinen dieses Artikels umgestellt. Art. L223-1 des Code de la consommation verbietet in der seit dem 11. August 2026 geltenden Fassung die telefonische Ansprache eines „consommateur qui n'a pas exprimé préalablement son consentement“. Der Text spricht vom Verbraucher, der Anruf im beruflichen Kontext bleibt also außen vor. Lies ihn selbst, bevor du eine Telefonkampagne in Frankreich auf einen einzigen Satz stützt.
Großbritannien: Opt-out, aber du musst abgleichen
Regulation 21 PECR (SI 2003/2426) verbietet unerbetene Werbeanrufe, wenn der Teilnehmer dem Anrufer vorher mitgeteilt hat, dass auf dieser Leitung vorerst keine solchen Anrufe erfolgen sollen, oder wenn die Nummer in dem Register nach Regulation 26 steht.
Die ICO beschreibt diese Register als gesetzliche Verzeichnisse derjenigen, die keine Live-Werbeanrufe erhalten wollen, nämlich die TPS und ihre Unternehmensversion, die CTPS. Eine Nummer muss 28 Tage darin stehen, damit die Sperre wirkt. Der Eintrag ist kostenlos und gilt auch für Handynummern. Die Vorgabe selbst lässt keinen Spielraum: Wer Live-Werbeanrufe machen will, muss die Nummern vorher mit diesen Registern abgleichen.
Dabei gibt es eine Falle. Einzelunternehmer und nicht eingetragene Personengesellschaften zählen als private Teilnehmer, ihre Nummern stehen also in der TPS, während das Unternehmensregister nichts von ihnen weiß. Frag beide ab, sonst wird aus der Ein-Personen-Beratung, die du für eine Firma gehalten hast, eine Beschwerde.
Die USA: B2B ist weitgehend ausgenommen, aber nicht ganz
16 CFR § 310.6(b)(7) nimmt Telefonanrufe zwischen einem Telemarketer und einem Unternehmen, die zum Kauf von Waren oder Dienstleistungen führen sollen, von der Telemarketing Sales Rule aus. Diese Ausnahme hat ihrerseits Ausnahmen. § 310.3(a)(2) und (4) zu irreführenden Angaben bleiben anwendbar, und der Einzelhandel mit kurzlebigem Büro- oder Reinigungsbedarf fällt weiterhin unter die Regel.
Das nationale Do-Not-Call-Register betrifft Verbraucher. 47 CFR § 64.1200(c) beschränkt Werbeanrufe an „any residential telephone subscriber“ vor 8 Uhr und nach 21 Uhr sowie an eingetragene private Teilnehmer. Für den Safe Harbor braucht es eine Kopie des Registers, die höchstens 31 Tage vor dem Anruf abgerufen wurde.
Nichts davon ist Rechtsberatung, und ich habe nur die drei europäischen Rechtsordnungen oben geprüft. Spanien, Italien und Skandinavien haben jeweils eigene Regeln.
Warum manche Anbieter in Europa gar nichts liefern
Am deutlichsten zeigt das die Website eines Wettbewerbers. Findymail schreibt es in einem Satz auf seine Phone-Finder-Seite: Wegen der DSGVO liefert Findymail keine Telefonnummern für Kontakte in der Europäischen Union. Auf der Preisseite heißt der Datenpunkt entsprechend „Phone (non-EU)“.
Das ist vertretbar und ehrlich. Mir ist das erheblich lieber als ein Anbieter, der dir klammheimlich die Zentrale eines Münchner Unternehmens unterschiebt. Es heißt allerdings auch, dass Findymail für eine europäische Durchwahl keinen Preis hat, egal bei welchem Volumen. Der Vergleich kommt also gar nicht erst zustande.
Enrows Position, ohne Umschweife. Die DSGVO blockiert uns bei europäischen Nummern nicht, und woher diese Nummern stammen, ist dokumentiert; die Unterlagen bewahren wir auf. In Europa ist unsere Abdeckung am besten.
Deine Anrufe macht das trotzdem nicht rechtmäßig. Unsere Dokumentation deckt unsere Verarbeitung ab. Der Abgleich mit TPS und CTPS, die nationalen Sperrlisten, der Widerspruch, den jemand letzten Monat an dein Team geschickt hat: All das bleibt deine Aufgabe, und jeder Anbieter, der etwas anderes andeutet, wiegt dich in einer Sicherheit, die er dir gar nicht verkauft hat. Damit du eine Vorstellung vom operativen Aufwand bekommst: Cognism gibt an, seine Daten mit 15 DNC-Listen in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Irland, Belgien, Kroatien, Portugal und Schweden abzugleichen. Eigene Angabe, ungeprüft.
Was eine Durchwahl kosten sollte

Bei monatlicher Abrechnung kostet eine freigeschaltete Nummer das 3,3-Fache einer gültigen.
Zwei Abrechnungsmodelle, und der Abstand zwischen ihnen ist größer, als jeder Listenpreis vermuten lässt.
Lusha rechnet nach Anzeige ab. Die Credits werden in dem Moment abgebucht, in dem eine Nummer angezeigt wird. Auf der Preisseite steht es so: Eine E-Mail-Adresse freizuschalten kostet 1 Credit, eine Telefonnummer 10. Professional kostet 69,90 $ im Monat für 600 Credits; das reicht für 60 Nummern, also 1,17 $ für eine freigeschaltete Nummer. Lusha weist seine Preise ausschließlich in US-Dollar aus. Bei jährlicher Abrechnung sinkt derselbe Tarif auf 52,45 $ im Monat (629,40 $ im Jahr), weiterhin mit 600 Credits monatlich, also 0,87 $ je Freischaltung. Abgerechnet wird so oder so, ob die Nummer nun an einem Schreibtisch klingelt oder ins Leere geht. Dazu ein Detail: Die online buchbaren Tarife gelten nur bis fünf Nutzer, ab dem sechsten brauchst du ein individuelles Angebot.
Enrow rechnet nach Ergebnis ab. Eine Telefonnummer zieht 40 Credits von demselben Guthaben ab, aus dem auch deine E-Mails bezahlt werden, ohne separaten Topf fürs Telefon, und abgebucht wird erst, wenn eine Nummer geprüft ist. Pro kostet 75 € für 10.000 Credits, das sind 250 Nummern, also 0,30 € für eine gültige Nummer. Start kostet 15 € für 1.000 Credits, also 25 Nummern zu je 0,60 €. Scale kostet 360 € für 50.000 Credits, also 1.250 Nummern zu je 0,29 €. Die Stufe mit 200.000 Credits für 1.250 € kommt auf 5.000 Nummern zu je 0,25 €. Jährlich abgerechnet sinkt Pro auf 67,50 € im Monat, also 0,27 € pro Nummer, und Scale auf 324 €, also 0,26 €.
Vergleicht man Gleiches mit Gleichem, also jeweils den mittleren Tarif, kostet bei monatlicher Abrechnung eine gültige Nummer 0,35 $ und eine Freischaltung 1,17 $. Faktor 3,3. Jährlich sind es 0,31 $ gegenüber 0,87 $, Faktor 2,8. Beide Verhältnisse beruhen auf den Dollarpreisen der zwei Anbieter, weil Lusha keine Europreise veröffentlicht, die man danebenlegen könnte. In unserer Europreisliste kostet dieselbe gültige Nummer 0,30 € im Pro-Tarif und 0,27 € bei jährlicher Abrechnung. Kein Volumen wurde passend ausgewählt; verglichen wird jeweils der mittlere Tarif des Anbieters. Unsere vollständige Rechnung zur Lusha-Preisliste steht auf der Seite zu den Lusha-Alternativen.
Beide Zahlen nennen den Preis einer einzelnen Nummer. Keine von beiden sagt, wie viele Nummern eine Liste mit hundert Namen am Ende hergibt. Das ist die Abdeckungsfrage von weiter oben, und beantwortet hat sie noch keine Preisseite. Lusha veröffentlicht keine Trefferquote, unserer Quote von 92 lässt sich hier also nichts gegenüberstellen. Diesen Vergleich musst du selbst anstellen; behaupten kann ich ihn nicht.
Das Lizenzmodell verhält sich noch einmal anders. Kaspr verkauft Lizenzen pro Nutzer statt Credits: 100 Telefon-Credits pro Nutzer und Monat im Starter-Tarif, 200 im Business-Tarif, fünf im Gratis-Tarif; beim Jahresvertrag werden die Credits für zwölf Monate auf einen Schlag gutgeschrieben. Die „unbegrenzten“ B2B-E-Mails sind über eine Fair-Use-Klausel bei 10.000 pro Konto und Monat gedeckelt. Nimm das Wort „unbegrenzt“ nie wörtlich. Starter kostet 59 € pro Nutzer und Monat, Business 99 €, bei jährlicher Abrechnung 45 € bzw. 79 €. Kaspr veröffentlicht eigene Europreise. Fünf Vertriebler im Business-Tarif kosten 495 € im Monat für 1.000 Telefon-Credits, also rund 0,50 € je Freischaltung. Wohlgemerkt je Freischaltung, nicht je funktionierender Nummer, denn der Credit wird so oder so abgebucht. Enrow Scale kostet 360 € für 1.250 gültige Nummern, rund 0,29 € das Stück, ohne Aufpreis pro Nutzer: Pro und Scale erlauben unbegrenzt viele Teammitglieder. Kommt ein sechster Vertriebler dazu, steigt Kasprs Rechnung. Unsere nicht. Die vollständige Lizenzrechnung steht im Kaspr-Vergleich.
Apollos Listenpreis liegt noch tiefer: 65 $ pro Lizenz für 2.500 gemeinsam genutzte Credits (auch hier nur in Dollar ausgewiesen), eine Handynummer kostet 8 Credits. Die Credits verfallen monatlich ohne Übertrag, und die Handynummern stammen aus einer gespeicherten Datenbank, statt live gesucht zu werden, mit Schwerpunkt USA und ohne europäisches Durchwahlangebot. Günstig pro Freischaltung und günstig pro Gespräch sind zwei verschiedene Dinge.
Wo Enrow aufhört
Keine durchsuchbare Datenbank. Es gibt keinen Index aller „VP Sales in München“ zum Durchblättern, weil nichts im Regal auf dich wartet. Die Suche läuft in dem Moment, in dem du sie anstößt. Der Gewinn ist Aktualität, der Preis ist, dass du nicht blättern kannst. Stell die Namen in LinkedIn oder im Sales Navigator zusammen und übergib sie uns, so wie es unsere Anleitungen zum Export von LinkedIn-Kontakten und zur Suche einer E-Mail-Adresse beschreiben.
Sequencing gibt es ebenfalls nicht, und daran wird sich nichts ändern. Schick die Kampagnen über Emelia, La Growth Machine oder lemlist, dafür sind diese Tools gemacht. Daten zum Tech-Stack deiner Zielfirmen liefern wir nicht. Eine Rückwärtssuche gibt es, wie oben erwähnt, auch nicht.
Eine Warnung zum Credit-Modell. Bei 40 Credits für eine Nummer leert intensive Telefonanreicherung einen Tarif etwa vierzigmal schneller als die Suche nach E-Mail-Adressen; richte die Wahl des Tarifs also nach deinem Telefonvolumen und nicht nach der Zahl deiner Kontakte. Start hat weder Jahresabrechnung noch Credit-Übertrag.
Was wir dafür bieten: eine Chrome-Extension, die aus einem LinkedIn- oder Sales-Navigator-Profil die vollständige verifizierte Kontaktkarte mit einem Klick nach HubSpot, Salesforce oder Pipedrive überträgt, eine offizielle API, einen MCP-Server unter github.com/EnrowAPI/enrow-mcp und den Direct Phone Finder selbst.
Gratis-Tarif: jeden Monat 50 Credits, ohne Kreditkarte. Zehn E-Mails und eine Durchwahl: genug, um zu prüfen, ob unsere Nummern dieselben sind, die dein bisheriger Anbieter dir längst verkauft hat.
bereit, keine zeit mehr zu verschwenden?
Verbunden in Minuten.
Verifizierte Daten in Sekunden.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen der Hauptnummer und einer Durchwahl?
Die Haupt- oder Zentralnummer ist der veröffentlichte Haupteingang der Firma. Wählst du sie, landest du in einem Sprachmenü oder bei der Telefonzentrale, und wie weit du kommst, hängt davon ab, wen du überzeugst. Eine Durchwahl ist eine externe Rufnummer, die der Anbieter auf einen einzigen Apparat legt; die Person hebt also selbst ab, ohne dass jemand dazwischengeschaltet ist. Beide stehen in Feldern namens „Telefon“, und deshalb zählt die Beschriftung mehr als die Nummer.
Ist eine Durchwahl dasselbe wie eine Handynummer?
Nein. Eine Durchwahl ist normalerweise ein Festnetzanschluss, den die Telefonanlage der Firma einem Schreibtischapparat zuweist. Geht die Person, wird die Nummer abgeschaltet oder an die Nachfolge weitergegeben. Eine Handynummer gehört der Person und begleitet sie von Arbeitgeber zu Arbeitgeber; sie ist noch eindeutiger ein personenbezogenes Datum, weshalb die Pflichten strenger sind. Brauchbare Telefondaten unterscheiden die beiden.
Ist Kaltakquise per Telefon im B2B erlaubt?
Das hängt vom Land ab. Deutschland setzt mit § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG die höchste Hürde: Beim Verbraucher braucht es die vorherige ausdrückliche Einwilligung, bei jedem sonstigen Marktteilnehmer zumindest die mutmaßliche, Geschäftskunden sind also mit erfasst. In Großbritannien sind Live-Werbeanrufe an Unternehmen erlaubt, solange der Teilnehmer nicht widersprochen hat und die Nummer nicht in der TPS oder CTPS steht; diese Register müssen nach Regulation 21 PECR vor dem Anruf abgefragt werden. Frankreichs Einwilligungspflicht, seit dem 11. August 2026 in Kraft, bezieht sich auf Verbraucher und lässt den Anruf im beruflichen Kontext außen vor. In den USA nimmt 16 CFR § 310.6(b)(7) Anrufe von Firma zu Firma von der Telemarketing Sales Rule aus; die Vorschriften zu irreführenden Angaben gelten aber weiter.
Gilt die DSGVO für B2B-Telefonnummern?
Ja, überall dort, wo die Nummer eine Person identifiziert. Die Durchwahl oder die Handynummer einer namentlich benannten Person ist ein personenbezogenes Datum, eine allgemeine Zentrale in der Regel nicht. Anbieter stützen sich auf das berechtigte Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, eine Abwägung und keine automatische Erlaubnis. Art. 14 DSGVO verlangt außerdem, die Person spätestens einen Monat, nachdem ihre Daten bei einem Dritten erhoben wurden, zu informieren, und Art. 21 Abs. 2 DSGVO erlaubt ihr jederzeit den Widerspruch gegen Direktwerbung, der die Verarbeitung ohne Weiteres beendet.
Gilt der TCPA für B2B-Anrufe?
Die nationalen Do-Not-Call-Regeln in 47 CFR § 64.1200(c) sind auf private Telefonteilnehmer zugeschnitten, sowohl beim Zeitfenster von 8 bis 21 Uhr als auch beim Register selbst; ein geschäftlicher Anschluss fällt also nicht darunter. Die Telemarketing Sales Rule der FTC nimmt Anrufe von Firma zu Firma zusätzlich in 16 CFR § 310.6(b)(7) aus; davon ausgenommen sind die Vorschriften zu irreführenden Angaben und der Verkauf von kurzlebigem Büro- oder Reinigungsbedarf. Regeln zu Wählautomaten und vorproduzierten Ansagen sind eine eigene Frage, die man mit einem Anwalt klären sollte.
Darf man eine Liste mit B2B-Handynummern kaufen?
Riskant ist nicht der Kauf. Riskant ist, die Herkunft der einzelnen Zeile nicht belegen zu können. Nach Art. 14 DSGVO schuldest du jeder Person auf dieser Liste innerhalb eines Monats die Auskunft, woher ihre Daten stammen. Kann der Verkäufer dir die Quelle nicht nennen, kannst du sie weder der betroffenen Person nennen noch einer Aufsichtsbehörde. Nummern, die auf Anfrage gesucht und verifiziert werden und deren Herkunft der Anbieter dokumentiert, stellen dich erheblich besser als eine Tabelle, die schon an zweihundert andere Käufer verkauft wurde.

