Das Wichtigste in Kürze Zur Handynummer eines Geschäftskontakts führen acht Wege: die Person fragen, eine Signatur lesen, die Kontaktinfos auf LinkedIn aufklappen, mit Suchoperatoren arbeiten, die Zentrale anrufen, das eigene CRM durchsuchen, die Nummer live suchen lassen oder sie aus einer Browser-Erweiterung ins CRM schieben. Eine verifizierte Handynummer in wenigen Sekunden liefern davon nur die letzten beiden. Enrow bucht dafür 40 Credits ab, im Pro-Tarif sind das 0,30 € für eine gültige Nummer, und wenn die Suche leer ausgeht, gar nichts. Bei hundert LinkedIn-Profilen bleibt die Suche achtmal ergebnislos: Für 92 findet Enrow eine Handynummer, gemessen bei unseren eigenen internen Durchläufen. Hinter einem Feld namens „Telefon“ können vier verschiedene Nummerntypen stecken: Zentrale, Nebenstelle, Durchwahl, Handynummer. Nur zwei davon führen direkt zu einem Menschen. Das französische Register Bloctel wurde am 11. August 2026 geschlossen. Jeder Ratgeber, der noch zum Abgleich damit rät, beschreibt einen Dienst, den es nicht mehr gibt. Die US-Ausnahme für Anrufe von Firma zu Firma in 16 CFR § 310.6(b)(7) deckt das Wählen von Hand ab. Anrufe mit einem Wählautomaten oder einer vorab aufgezeichneten Ansage auf eine Handynummer deckt sie nicht ab; dafür gilt gesondert und streng 47 CFR § 64.1200(a)(1)(iii). Eines muss ich zugeben: 50 wiederkehrende Enrow-Credits reichen für eine einzige Telefonsuche im Monat. lemlist gibt 25 Nummern im Monat gratis heraus. Beim kostenlosen Volumen an Telefondaten liegt lemlist also klar vor uns.
Zwei Suchanfragen verwenden fast dieselben Wörter und meinen das Gegenteil. Bei der einen hat jemand eine Nummer und sucht den Namen dazu. Bei der anderen hast du den Namen und suchst die Nummer, die in der Hosentasche klingelt. Dieser Artikel behandelt nur den zweiten Fall, und zwar für geschäftliche Kontakte. Eine Rückwärtssuche bietet Enrow nicht an, und ein Produkt für die Personensuche verkaufen wir ebenfalls nicht. Wer nach einem verpassten Anruf von einer unbekannten Nummer hier gelandet ist, ist auf der falschen Seite.
Ich leite Enrow. Wir finden und verifizieren B2B-E-Mails und Handynummern; zwei der acht Methoden stammen also von uns, und sechs kosten nichts. Ich habe mir angesehen, was am 29. August 2026 in den Suchergebnissen vorne stand. Dort kommen DSGVO, TCPA und das Do-Not-Call-Register als bloße Abkürzungen vor, und keine einzige dieser Seiten nennt eine konkrete Fundstelle. Jede rechtliche Aussage hier nennt ihre Vorschrift und das Datum, an dem ich sie abgerufen habe.
Die 8 Methoden, durchgerechnet

Nichts Kostenloses liefert eine verifizierte Handynummer – nur die zwei bezahlten Wege prüfen die Nummer, während du wartest.
Kein kostenloser Weg führt zu einer verifizierten Handynummer. Gratis bekommst du die Zentrale einer Firma, eine Nummer unklaren Typs, die irgendwann in eine Signatur getippt wurde, oder eben nichts. Bezahlt bekommst du eine Nummer, die geprüft wurde, während du gewartet hast.
| # | Methode | Was sie kostet | Art der Nummer | Was dabei herauskommt | Grenzen |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Die Person selbst fragen oder einen gemeinsamen Kontakt | 0 € · Stunden bis Tage | Handynummer, wenn die Person sie hergibt | Die Nummer, dazu die stillschweigende Erlaubnis, sie zu benutzen | Fünf am Tag, und nur mit bestehender Beziehung |
| 2 | Die Signatur, die längst in deinem Postfach liegt | 0 € · ~1 Min. | Handynummer oder Durchwahl, Typ unklar | Was die Person getippt hat, an dem Tag, an dem sie es getippt hat | Signaturen haben kein Änderungsdatum, und die meisten Absender veröffentlichen gar keine Nummer |
| 3 | Die Kontaktinfos auf LinkedIn | 0 € · ~1 Min. | Handynummer, vom Mitglied selbst hinterlegt | Eine Nummer nur dann, wenn das Mitglied eine eingetragen hat und sie dir zeigt | Das Mitglied entscheidet, die Sichtbarkeit ist abgestuft, eine veröffentlichte Füllquote existiert nicht |
| 4 | Google und Suchoperatoren | 0 € · 2–10 Min. | meist die Zentrale | Konferenzprogramme, PDFs, Presseseiten, alte Foliensätze | Findet nur Leute, die selbst etwas veröffentlichen, und der Treffer ist ein Firmenanschluss |
| 5 | Die Zentrale anrufen | Gesprächskosten · 3–8 Min. | Zentrale, danach vielleicht eine Nebenstelle | Eine Telefonzentrale, die entscheidet, ob sie dich durchstellt | Die Firma zu erreichen heißt nicht, die Person zu erreichen |
| 6 | Das eigene CRM und die Anrufhistorie | 0 € · ~1 Min. | was eine Kollegin einmal hinterlegt hat | Eine Zeile aus einem Deal, der gewonnen wurde oder geplatzt ist | Eine neu vergebene Nummer klingelt weiter, die Zeile sieht also aktuell aus |
| 7 | Eine Live-Telefonsuche | 0,60 € für eine gültige Nummer (Start, 15 €/Monat) · 0,30 € (Pro, 75 €/Monat) | Handynummer oder Durchwahl, verifiziert | Eine Nummer, in 2–5 Sekunden gefunden und geprüft, nach unserer eigenen Zählung bei 92 von 100 LinkedIn-Profilen, abgerechnet nur bei gültigem Ergebnis | Keine durchsuchbare Datenbank zum Vorabstöbern |
| 8 | Chrome-Extension auf einem LinkedIn-Profil | Suche wie in #7, das Schreiben ins CRM kostet 0 € | wie #7 | Die vollständige Kontaktkarte, in HubSpot, Salesforce oder Pipedrive angelegt oder aktualisiert | Das Profil muss im Tab offen sein |
Die Minutenangaben zu den kostenlosen Methoden beruhen auf Schätzungen aus meiner eigenen Arbeit, nicht auf gestoppten Zeiten. Wo eine Prozentzahl helfen würde und niemand eine veröffentlicht, steht das in der Zelle, statt dass ich mir eine ausdenke.
1. Fragen, und zwar die richtige Person
Die beste Handynummer in deinem CRM hat jemand freiwillig herausgegeben. Darüber schreibt niemand Ratgeber, weil es nicht skaliert, und trotzdem ist es besser als alles, was skaliert. Frag am Ende eines Gesprächs, das gut gelaufen ist. Bitte einen Kunden lieber darum, dich vorzustellen, als nach der Nummer zu fragen.
Ein Vertriebler schafft so vielleicht fünf Nummern am Tag. Setz die Methode bei den zwanzig Accounts ein, auf die es ankommt.
2. Die Signatur, die dir längst geschickt wurde
Durchsuch dein Postfach nach der Firmendomain, bevor du irgendetwas kaufst. In B2B-Signaturen steht unter der Positionsbezeichnung oft eine Handynummer, und diese Nummer hast du in einem Austausch bekommen, den du ohnehin geführt hast.
Zwei Vorbehalte. Eine Signatur hat kein Änderungsdatum, eine 2022 in eine Vorlage geklebte Nummer sieht also genauso aus wie eine von letzter Woche. Dazu kommt, dass die meisten Absender gar keine Nummer angeben; die Trefferquote ist also niedrig und lässt sich nicht messen. Dieselbe Postfachsuche ist übrigens auch der billigste erste Schritt, wenn du eine E-Mail-Adresse suchst.
3. Die Kontaktinfos auf LinkedIn
In dem Feld kann eine Telefonnummer stehen, aber das Mitglied trägt sie selbst ein und bestimmt, wer sie sieht; voreingestellt sind Kontakte ersten Grades. Bei einer fremden Person steht dort meistens nichts außer der Profil-URL.
Eine Füllquote dazu gibt es nicht. Klentys Ratgeber beziffert sie ohne jede Quelle auf 15–25 %, und eine Zahl, die sich ein Anbieter ausgedacht hat, übernehme ich nicht. Ein Feld, das der Kontakt leer gelassen hat, lässt sich auch durch Scraping nicht füllen. Erweiterungen, die „die Nummer aus jedem Profil“ versprechen, fragen im Hintergrund stillschweigend einen Datenanbieter ab.
4. Google, und was dabei herauskommt
Suchoperatoren funktionieren bei Menschen, die selbst etwas veröffentlichen. Such den Namen mit site: auf der Firmendomain, danach mit filetype:pdf, danach in einem Konferenz- oder Presseverzeichnis. Rednerprofile, Investorenpräsentationen und Veranstaltungsprogramme sind die Stellen, an denen Nummern am ehesten öffentlich auftauchen.
Fast immer findest du einen Firmenanschluss, ab und zu die Handynummer eines Gründers auf einer fünf Jahre alten Pitch-Seite. Google verrät dir das Nummernformat einer Firma. An die Handynummer einer bestimmten Person kommst du damit selten.
5. Die Zentrale, und warum sie etwas ganz anderes ist

Nur Durchwahl und Handynummer führen direkt zu einem Menschen, und der Datensatz verrät nicht, welcher Nummerntyp darin steht.
Unter „Telefon“ laufen in B2B-Daten vier Nummerntypen zusammen. Die Zentrale ist die veröffentlichte Hauptnummer. Eine Nebenstelle besteht aus drei oder vier Ziffern, die nur innerhalb des firmeneigenen Rufnummernplans etwas bedeuten. Eine Durchwahl ist eine einzelne externe Rufnummer, die der Anbieter auf einen Apparat legt. Eine Handynummer folgt der Person von Arbeitgeber zu Arbeitgeber. Die vollständige Typologie samt Weiterleitung steht in einem eigenen Text, weil ein Vertriebler sich sonst einen Vormittag lang durch Sprachmenüs arbeitet.
Die Zentrale anzurufen lohnt sich trotzdem, und zwar bei Accounts, die die acht Sekunden wert sind, die eine Telefonzentrale für ihr Urteil braucht. Den vollständigen Namen der Person nennen, das Anliegen erklären, die Weiterleitung oder die Mailbox in Kauf nehmen. Eine Handynummer bekommst du dort nicht, denn deren Herausgabe gehört nicht zu den Aufgaben der Zentrale und verstößt meist gegen interne Vorgaben.
Die britische Aufsicht zieht die rechtliche Grenze an derselben Stelle. Der B2B-Leitfaden der ICO, abgerufen am 29. August 2026, hält fest: Wer den Namen der Person nicht kennt, an die er im Unternehmen seine Direktwerbung richtet, verarbeitet keine personenbezogenen Daten, und die UK-DSGVO greift nicht. Fragst du die Zentrale nach der IT-Abteilung, ist kein personenbezogenes Datum im Spiel. Wählst du die Handynummer einer namentlich benannten Person, ist eines im Spiel, denn wer eine einzelne Person identifiziert, verarbeitet nach Auffassung der ICO auch dann ein personenbezogenes Datum, wenn diese Person in ihrer beruflichen Rolle handelt.
6. Dein eigenes CRM, bevor du Geld ausgibst
Irgendwer in deiner Firma hat mit dieser Person schon gesprochen, oder mit ihrer Vorgängerin. Durchsuch zuerst das CRM, die Anrufprotokolle und das gemeinsame Postfach.
Die Falle dabei gibt es nur beim Telefon. Eine E-Mail an jemanden, der die Firma verlassen hat, kommt als Bounce zurück. Eine neu vergebene Durchwahl klingelt ganz normal, ein Fremder hebt ab, und der Eintrag besteht jede Aktualitätsprüfung, die du hast. Behandle jede gespeicherte Nummer, die älter als ein Jahr ist, als Vermutung.
7. Eine Telefonsuche in Echtzeit
Du gibst einen vollständigen Namen plus Firmendomain oder eine LinkedIn-URL ein, und der Anbieter durchsucht die Quellen in Echtzeit und prüft das Ergebnis, bevor er es herausgibt. Enrows Direct Phone Finder antwortet in 2 bis 5 Sekunden, deckt europäische Handynummern ab und bewahrt die Nachweise zu ihrer Herkunft selbst auf. In den USA ist die Abdeckung ebenfalls gut.
Das Abrechnungsmodell lohnt einen zweiten Blick. Eine Handynummer kostet 40 Credits aus demselben Guthaben, aus dem auch die E-Mails bezahlt werden. Eine Adresse kostet 1 Credit, eine Nachprüfung 0,25. Ein separates Telefonbudget gibt es nicht, beides läuft über dasselbe Konto. Credits werden nur bei einem gültigen Ergebnis abgebucht, ein Fehlschlag kostet also nichts. Ein Modell, das jede angezeigte Nummer abrechnet, verbraucht den Credit, sobald ein gespeicherter Eintrag auf dem Bildschirm erscheint, egal ob die Nummer noch jemanden erreicht oder 2021 aus einer Signatur gezogen wurde.
Die Abrechnung nach gültigen Ergebnissen bringt allerdings nur etwas, wenn auch etwas gefunden wird. Schickst du hundert LinkedIn-Profile durch den Direct Phone Finder, findet er für 92 davon eine Handynummer. Das ist unsere eigene interne Messung mit diesem Ausgangsmaterial, freigegeben am 29. August 2026, kein Benchmark und keine Zahl von Dritten. Acht bleiben leer. Die acht kosten nichts.
Das Ergebnis hängt vom Ausgangsmaterial ab. Ein LinkedIn-Profil gibt der Suche erheblich mehr an die Hand als ein bloßer Name mit Arbeitgeber, der in ein Formular getippt wird, und eine Trefferquote ohne Angabe der Eingabedaten sagt fast nichts. Prüf diese Zahl deshalb an Profilen, die du schon kennst. Jeden Monat bekommst du 50 Credits gratis, ohne Kreditkarte, aber eine Telefonsuche verbraucht 40 davon, und dafür bekommst du eine einzige Nummer. Das reicht, um das Ergebnis zu sehen, aber nicht, um eine Quote zu beurteilen. Ein Monat im Start-Tarif kostet 15 € und gibt dir 25 Versuche. Mit dieser Stichprobe lässt sich schon argumentieren.
8. Die Erweiterung, die die Nummer ins CRM schreibt
Beim Kopieren einer Nummer aus einem Tool nach HubSpot bleibt die Datenqualität auf der Strecke. Enrows Chrome-Extension startet die Suche aus einem offenen LinkedIn- oder Sales-Navigator-Profil und schiebt die vollständige Kontaktkarte nach HubSpot, Salesforce oder Pipedrive, wobei ein vorhandener Datensatz angereichert statt verdoppelt wird. Credits kostet nur die Suche.
Dieselben Nummern landen per CSV in einer Tabelle oder kommen über die API, über Webhooks oder, wenn dein Vertrieb mit Claude arbeitet, über den MCP-Server unter github.com/EnrowAPI/enrow-mcp. Nativ angebunden sind Clay, Cargo, lemlist, Smartlead, Instantly, Make, Zapier und n8n; Attio, Close CRM, Salesloft und Outreach laufen über Drittanbieter-Integrationen.
Die Rechtslage, angefangen bei einem Register, das es nicht mehr gibt

Jede Rechtsordnung zieht die Grenze woanders, und das französische Register Bloctel wurde am 11. August 2026 geschlossen.
Was Frankreich angeht, liegt inzwischen jeder gut platzierte Ratgeber falsch. Bloctel ist weg. Beim Abruf am 29. August 2026 bestand bloctel.gouv.fr nur noch aus einer Abschaltmeldung von 599 Zeichen: Der Dienst endete, als am 11. August 2026 die mit dem Gesetz vom 30. Juni 2025 eingeführte Regelung in Kraft trat, die telefonische Werbung bei Verbrauchern an deren vorherige Einwilligung bindet. Auch die CNIL führt Bloctel in ihrer Liste der französischen Widerspruchsregister, aktualisiert am 12. August 2026, nicht mehr auf.
Die Nachfolgeregelung behandelt Verbraucher und Gewerbetreibende unterschiedlich. Die CNIL schreibt auf einer Seite vom 10. Juni 2026, Verbraucher müssten vorher einwilligen, Gewerbetreibende dagegen erhielten die Möglichkeit, der Ansprache zu widersprechen. Für Gewerbetreibende gilt also ein Opt-out, keine Einwilligungspflicht. Das Beispiel, das die Aufsicht selbst wählt, ist exakt dieser Anwendungsfall, nämlich B2B-Akquise auf der Grundlage des berechtigten Interesses, „par exemple, un appel présentant les mérites d'un logiciel au directeur informatique d'une entreprise“, ein Anruf also, der dem IT-Leiter eines Unternehmens die Vorzüge einer Software vorstellt. Die CNIL vermerkt, dass die Ausführungsbestimmungen zu diesem Datum noch ausstanden, die praktische Umsetzung ist also noch nicht abschließend geklärt.
Was dein Anbieter dir sagen können muss
Am Anfang steht die Rechtsgrundlage. Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO liefert sie: das berechtigte Interesse, „sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen“. Es geht also um eine Abwägung.
Bei welchem Anbieter du gefahrlos kaufen kannst, entscheidet Art. 14 DSGVO, denn er greift immer dann, wenn die Daten nicht bei der Person selbst erhoben wurden. Abs. 2 lit. f verlangt die Auskunft, „aus welcher Quelle die personenbezogenen Daten stammen und gegebenenfalls ob sie aus öffentlich zugänglichen Quellen stammen“. Wer nicht dokumentieren kann, woher eine bestimmte Handynummer kommt, lässt dich mit dieser Pflicht allein, und daran ändert keine Vertragsklausel etwas. Abs. 3 lit. a setzt die Höchstfrist auf „längstens jedoch innerhalb eines Monats“ fest, Abs. 3 lit. b zieht sie auf den Zeitpunkt der ersten Mitteilung vor, beim Kaltanruf also auf die Zeit vor oder spätestens während des Anrufs. Die Ausnahmen in Abs. 5 lit. b nennen Archivzwecke, Forschung und Statistik. Kommerzielle Akquise steht nicht auf dieser Liste.
Dann kommt Art. 21 Abs. 4 DSGVO, den fast niemand umsetzt. Spätestens bei der ersten Kommunikation ist die betroffene Person „ausdrücklich“ auf ihr Widerspruchsrecht hinzuweisen, und dieser Hinweis hat „in einer verständlichen und von anderen Informationen getrennten Form zu erfolgen“. Widerspricht sie nach Abs. 2, beendet Abs. 3 die Verarbeitung ersatzlos, ohne dass noch irgendetwas abzuwägen wäre. Zu Nummern aus dritter Hand sagt die CNIL dasselbe. Die Person muss darüber informiert worden sein, dass ihre Nummer für Akquise verwendet werden kann, und sie muss ablehnen können.
Großbritannien: zwei Register abfragen und an Einzelunternehmer denken
Regulation 21 PECR verbietet unerbetene Werbeanrufe bei einem Anschluss, dessen Teilnehmer dem Anrufer widersprochen hat oder dessen Nummer im Register nach Regulation 26 steht, wobei Abs. 3 eine Schonfrist von 28 Tagen einräumt. Die Anweisung der ICO lässt keinen Spielraum: Vor Live-B2B-Anrufen sind die Nummern gegen die CTPS und die TPS abzugleichen, dazu gegen die eigene Sperrliste.
PECR behandelt Einzelunternehmer und die meisten Personengesellschaften als private Teilnehmer. Ihre Nummern stehen damit in der TPS und nicht in der CTPS. Wer eine Ein-Personen-Beratung als Firma einsortiert und nur das Unternehmensregister abfragt, handelt sich genau dort eine Beschwerde ein. Für gekaufte Listen setzt die ICO eine harte Frist. Ein Abgleich, der älter als 28 Tage ist, gilt als veraltet, weil ein Eintrag genau so lange braucht, bis er wirksam wird. Veröffentlichung ist ebenso wenig eine Erlaubnis: Dass eine Nummer öffentlich zugänglich ist oder in einem Telefonverzeichnis steht, setzt einen Eintrag in TPS oder CTPS nicht außer Kraft.
Am 29. August 2026 zeigten beide ICO-Seiten einen Hinweis, dass der Leitfaden nach dem Data (Use and Access) Act überarbeitet wird. Zitiert ist also die derzeitige Position der Aufsicht, keine gesicherte Rechtslage.
Die USA: die Ausnahme endet, wo der Wählautomat anfängt
Die Telemarketing Sales Rule nimmt in 16 CFR § 310.6(b)(7) „telephone calls between a telemarketer and any business to induce the purchase of goods or services“ aus, wobei die Vorschriften zu irreführenden Angaben in § 310.3(a)(2) und (4) anwendbar bleiben. Die FTC schränkt in ihrer eigenen Zusammenfassung ein: Die meisten Anrufe bei einem Unternehmen, mit denen diesem Unternehmen etwas verkauft werden soll, seien ausgenommen. Die meisten.
Jetzt die Vorschrift, auf die es auf einer Seite über Handynummern ankommt und die in den derzeitigen Suchergebnissen niemand erwähnt. 47 CFR § 64.1200(a)(1) verbietet jeden Anruf, der „using an automatic telephone dialing system or an artificial or prerecorded voice“ erfolgt, ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung, und (a)(1)(iii) erstreckt das auf jede Nummer, die einem Mobilfunkdienst zugewiesen ist. Eine Unterscheidung zwischen geschäftlich und privat taucht in (a)(1) nirgends auf. Ein Vertriebler, der eine geschäftliche Handynummer von Hand wählt, fällt nicht unter die TSR. Wählt ein Power-Dialer dieselbe Nummer oder spricht dort eine KI-Stimme, sieht die Sache anders aus.
Zwei Ergänzungen. Eine private Handynummer kann ins National Do-Not-Call Registry eingetragen werden, das sagt die FTC seit 2005; Eintragungen werden binnen 31 Tagen wirksam und laufen seit einer späteren Gesetzesänderung nicht mehr ab. Dazu erstreckt § 64.1200(e) die Regeln aus (c) und (d) auf Mobilfunknummern. Deutschland ist überhaupt kein Opt-out-Land, denn § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG verlangt gegenüber jedem sonstigen Marktteilnehmer, also auch gegenüber einem Unternehmen, dessen „zumindest mutmaßliche Einwilligung“. Nichts davon ist Rechtsberatung, und geprüft habe ich am 29. August 2026 nur diese vier Rechtsordnungen.
Was eine Handynummer kostet

Mit dem Volumen sinkt der Preis je gültiger Nummer, und eine Suche, die nichts findet, kostet nichts.
Bei 40 Credits je Nummer aus einem gemeinsamen Guthaben sinkt Enrows Preis mit dem Volumen von 0,60 € auf 0,25 € für eine gültige Nummer, und eine erfolglose Suche wird nie berechnet.
| Tarif | Preis/Monat | Credits | Nummern | Kosten für eine gültige Nummer |
|---|---|---|---|---|
| Gratis | 0 € | 50/Monat, wiederkehrend, ohne Kreditkarte | 1 | – |
| Start | 15 € | 1.000 | 25 | 0,60 € |
| Start | 42 € | 4.000 | 100 | 0,42 € |
| Pro | 75 € | 10.000 | 250 | 0,30 € |
| Pro | 220 € | 30.000 | 750 | 0,29 € |
| Scale | 360 € | 50.000 | 1.250 | 0,29 € |
| Scale | 1.250 € | 200.000 | 5.000 | 0,25 € |
Bei jährlicher Abrechnung sinkt der Preis von Pro und Scale um 10 %. 10.000 Credits kosten dann 67,50 €/Monat, das sind 0,27 € je Nummer, 50.000 Credits 324 €/Monat, also 0,26 € je Nummer. Start gibt es weder im Jahrestarif noch mit Credit-Übertrag.
Billigere Listenpreise gibt es, und das Gegenteil zu behaupten wäre albern. Laut den im Juli abgerufenen Preislisten liegt SignalHires Telefontarif bei etwa 0,16 $ je Freischaltung und ContactOut an seiner Fair-Use-Grenze bei rund 0,10 $; beide Anbieter weisen ausschließlich Dollarpreise aus. Das sind Preise je Freischaltung. Der Credit ist weg, egal ob die Nummer zur gesuchten Person führt, zu einem toten Anschluss oder zu einer Kollegin, die den Apparat geerbt hat, und keiner der beiden veröffentlicht, was eine Nummer kostet, über die man die Person tatsächlich erreicht, oder bei welchem Anteil einer Liste überhaupt etwas gefunden wird. Wiza legt seinen Preis offen, das macht den Vergleich am saubersten: 0,35 $ für jede zusätzliche Nummer über dem Kontingent, und 199 $ pro Nutzer und Monat für 500 Nummern ergeben 0,40 $ das Stück, je Lizenz. Auch Wiza rechnet ausschließlich in Dollar. Kaspr verkauft ebenfalls Lizenzen, veröffentlicht dafür aber eigene Europreise: 59 € pro Nutzer und Monat für 100 Telefon-Credits, im Jahrestarif 45 €. Fünf Vertriebler in Kasprs Business-Tarif zu je 99 € im Monat treiben die Rechnung in die Höhe, bevor überhaupt jemand eine Nummer gefunden hat. Enrow berechnet nichts pro Nutzer, und weder Pro noch Scale begrenzt die Teamgröße.
Findymail ist ein aufschlussreicher Sonderfall. Eine Nummer kostet dort 10 Credits, und der Anbieter schreibt selbst, dass er für Kontakte in der EU keine Nummern liefert; das Feld heißt bei ihm „Phone (non-EU)“. Für europäische Handynummern gibt es bei Findymail also bei keinem Volumen einen Preis. Cognism verkauft ausschließlich auf Angebotsbasis und mit Jahresvertrag; einen Preis je Nummer kann man dort ebenfalls nicht angeben.
Wo Enrow dir nicht weiterhilft
Eine durchsuchbare Datenbank gibt es bei Enrow nicht. Nummern werden nicht gespeichert und zwei- oder dreimal im Jahr aufgefrischt; jede einzelne wird in dem Moment gefunden und geprüft, in dem du sie anfragst. Das hält die Nummern aktuell, die du von uns bekommst, bedeutet aber auch, dass du in unserem Produkt keine Liste deutscher CTOs per Filter zusammenstellen kannst. Die Namen stellst du in Sales Navigator oder im normalen LinkedIn zusammen und lässt sie dann durch Enrow laufen.
Keine Rückwärtssuche, wie oben schon gesagt. Kein Sequencing, das können Emelia, La Growth Machine und lemlist gut. Keine Tech-Stack-Daten, denn die Firmendaten beschränken sich auf das, was LinkedIn dir auch zeigen würde.
Der Gratis-Tarif ist hier schwach, und das gebe ich auf einer Seite über Telefondaten offen zu. Die fünfzig wiederkehrenden Credits kommen aus einem einzigen Guthaben; nach einer Telefonsuche zu 40 Credits bleiben also noch zehn E-Mails und sonst nichts. lemlist gibt 25 Telefontreffer im Monat heraus, Kaspr fünf. Wer nur auf das Gratis-Volumen schaut, ist bei uns also falsch. Für einen ersten Test reicht eine Suche, für mehr nicht.
bereit, keine zeit mehr zu verschwenden?
Verbunden in Minuten.
Verifizierte Daten in Sekunden.
FAQ
Kann man die Handynummer einer Person allein über den Namen finden?
Meistens nicht. Kommt zum Namen eine Firmendomain oder eine LinkedIn-Profil-URL dazu, kann eine B2B-Telefonsuche die Quellen live durchsuchen und in etwa 2 bis 5 Sekunden eine geprüfte Handynummer liefern. Über die Trefferquote entscheidet das Ausgangsmaterial: Bei LinkedIn-Profilen findet Enrow nach eigener interner Messung 92 Handynummern auf hundert Kontakte; ein Name allein, ohne weiteren Kontext eingetippt, schneidet deutlich schlechter ab. Eine Suche nach Name und Stadt ohne Arbeitgeber ist private Personensuche und gehört nicht zum Angebot eines B2B-Datenanbieters.
Sind Handynummern öffentliche Daten?
Nein. Die allgemeine Nummer einer Firmenzentrale, die auf einer Website steht, ist nach Auffassung der ICO überhaupt kein personenbezogenes Datum, weil sie niemanden identifiziert. Die Handynummer einer bestimmten Person ist nach der DSGVO und der UK-DSGVO auch im geschäftlichen Zusammenhang ein personenbezogenes Datum, und damit gelten die Auskunftspflicht zur Quelle aus Art. 14 und das Widerspruchsrecht aus Art. 21. Dass eine Nummer irgendwo veröffentlicht ist, erlaubt noch keinen Anruf.
Gibt es einen kostenlosen Weg zu Handynummern?
Kostenlose Wege gibt es, und keiner davon liefert eine verifizierte Handynummer. Dein Postfach, dein CRM, die Kontaktinfos auf LinkedIn und Suchoperatoren kosten nichts und liefern Nummern unklaren Typs oder veraltete Nummern. Die Gratis-Kontingente der Anbieter sind klein: lemlist bietet 25 Telefontreffer im Monat, Kaspr fünf, und Enrows 50 wiederkehrende Credits reichen für exakt eine Telefonsuche.
Darf man die Handynummer eines Interessenten anrufen?
In den USA fällt ein von Hand gewählter Verkaufsanruf von Firma zu Firma unter die Ausnahme der TSR in 16 CFR § 310.6(b)(7). Setzt du für dieselbe Handynummer einen Wählautomaten, eine vorab aufgezeichnete Ansage oder eine KI-Stimme ein, verlangt 47 CFR § 64.1200(a)(1)(iii) die vorherige ausdrückliche Einwilligung, ohne Ausnahme für Geschäftskunden. Wer aus Großbritannien anruft, muss die Nummer vorher mit TPS und CTPS abgleichen. Deutschland verlangt nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG zumindest die mutmaßliche Einwilligung.
Muss man Nummern in Frankreich noch mit Bloctel abgleichen?
Bloctel gibt es nicht mehr. Die Seite der französischen Regierung bestätigt, dass der Dienst am 11. August 2026 endete, als die mit dem Gesetz vom 30. Juni 2025 eingeführte Einwilligungspflicht in Kraft trat, und die CNIL hat das Register aus ihrer Liste der Widerspruchsverzeichnisse entfernt. Nach der neuen Aufteilung müssen Verbraucher vorher einwilligen, Gewerbetreibende haben stattdessen ein Widerspruchsrecht.
Wie findet man in Großbritannien kostenlos eine Handynummer?
Die kostenlosen Wege sind dort dieselben wie überall: eine vorhandene Signatur, das eigene CRM, die Kontaktinfos auf LinkedIn, ein veröffentlichtes Kurzprofil. Bevor du eine dieser Nummern wählst, gleiche sie mit TPS und CTPS ab, denn PECR behandelt Einzelunternehmer und die meisten Personengesellschaften als private Teilnehmer, womit ihre Nummern in der TPS landen. Ein Abgleich, der älter als 28 Tage ist, gilt als überholt.

